14.04.2010
„Aufrechtes Schreiten für Königinnen – mit und ohne Kichern“
Christine Ruis, Feldenkraislehrerin
Freiberuflich tätig im Bereich Kultur und Bildung
Woher kommt der Begriff Feldenkrais? Was verbirgt sich dahinter?
Die Feldenkrais- Methode wurde vom israelischen Physiker Moshé Feldenkrais (1904-1984) entwickelt.
Auf Grund ihrer bemerkenswerten Erfolge wird sie mittlerweile in vielen Bereichen der Bewegungskunst, der Medizin und der Pädagogik eingesetzt. Die Feldenkrais-Arbeit gibt es in zwei Grundformen: Die Einzelarbeit wird Funktionale Integration genannt, die Gruppenarbeit unter Anleitung, Bewusstheit durch Bewegung.
Die „Funktionale Integration“ geht wortlos vor sich. Eine „Be-Hand-lung“ im wörtlichen Sinne.
Die andere Art verbal,d.h. basiert auf einem Dialog. Sie wird bei gemischten Gruppen aller Altersstufen angewandt. Beide Arten erweitern die Bewegungsfähigkeit des einzelnen Menschen und führen dadurch zu einer erhöhten Lebensqualität.
Bereits in der Kindheit entwickeln wir Bewegungsmuster, an denen wir dann bis ins Erwachsenenerleben festhalten. Wir bewegen uns vielfach so, wie wir es eben gelernt haben. Wir fragen im Allgemeinen nicht, ob dies denn die beste, uns am ehesten entsprechende Art und Weise ist, wie wir uns bewegen können.
Haben wir irgendwo einen Punkt, der schmerzt, versuchen wir, ihm „auszuweichen“. Wir geben es auf „aufrecht zu schreiten, zu kichern“ – sowohl im Außen, wie auch im Innerern.
Wir sagen: „Man wird eben älter. Da hat man das eine oder andere.“
Die Feldenkrais-Methode hilft, die Ordnung unserer Bewegungen bewusst wahrzunehmen, indem wir ihr nachgehen, nachspüren, nachfühlen – ohne Absicht, ohne Ziel.
In dieser Grundhaltung liegt auch der oft beeindruckende Effekt der Feldenkrais-Methode.
Bewegungen werden eleganter, wirkungsvoller, schmerzfrei.
Die Gruppenstunden „Bewusstheit durch Bewegung“ werden wöchentlich angeboten.
Es gibt ein wöchentliches Angebot im BellZett Bielefeld:
Mittwochabend von 19.45 – 21.15 Uhr.
Zur Person:
Christine Ruis

Jahrgang 1957, Schauspielerin, Regisseurin, Theaterpädagogin, Feldenkraislehrerin
1. Leben:
Schulabschluss: Fachabitur
Studium/Berufsausbildung: Dipl. Sozialpädagogin
Tätigkeit(en):
Sozialpädagogin im Kinder- und Jugendbereich;
2. Leben:
Künstlerischer Werdegang:
11 Jahre Ensemblemitglied beim Theaterlabor Bielefeld e.V
Ausbildung in Schauspiel/Theatertechniken
Weiterbildungen im Theaterbereich u.a.
bei Odin Teatret, Yoshi Oida, Keith Johnston, Roy-Heart-Theatre;
Weiterbildung beim Temps-Fort-Theatre im Bereich Maskenbau
Arbeit als Schauspielerin, Regisseurin, Theaterpädagogin,
Tourneen im In- und Ausland
Auf Einladung des Goethe-Institutes Gastspiele in Kasachstan und Kirgisien
2003-2005 Zusammenarbeit mit F.K. Waechter
interdisziplinäre Kooperationen mit den unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstlern
Erfahrungen in der Arbeit mit Schulen:
seit 1990 im Bereich Schule als Theaterpädagogin tätig;
Fortbildungen:
Psychodrama Institut für Europa -> Psychodrama und Theater
Zist/Penzberb -> im pädagogisch/therapeutischen Bereich
Theaterkantine Düsseldorf -> im Rahmen des mus-e – Programms(Yehudin Menuhin Stiftung)
Berlin/Koblenz -> Seminare bei Reinhard Flatischler in TA-KE-TI-NA Rhythmusarbeit
Feldenkrais-Pädagogik Ausbildung 2005 -2009 bei Edith Siedler und Dierk Wichmann (www.feldenkrais.li und www.organisch-lernen.de)
